Wenn nicht jetzt, wann dann?

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat mir mein frü­he­rer Kol­le­ge und Pro­zess­psy­cho­lo­gen-Mit­grün­der Kim Klei­nert ein kur­zes, aber sehr bewe­gen­des Buch zum Geburts­tag geschenkt. Unter dem Titel „Wer wir waren“ kon­fron­tiert uns Roger Wil­lem­sen post­hum mit einem gedank­li­chen Expe­ri­ment: Er ver­setzt sich in die Zukunft, blickt auf unse­re Zeit zurück und stellt fest, dass wir die­je­ni­gen gewe­sen sein wer­den, die alles gewusst, aber nichts geän­dert haben.

Der Text hat mich sehr nach­denk­lich gemacht. Eini­ge Zeit spä­ter habe ich begon­nen, mich zu fra­gen, was ich kon­kret ändern kann. Man mag mich für einen Idea­lis­ten hal­ten, der vor lau­ter Aktio­nis­mus auf den fal­schen Zug springt. Aber wann ist der rich­ti­ge Zeit­punkt, kon­kre­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen? Ich will nicht auf mir sit­zen las­sen, ein­mal alles gewusst, aber nichts geän­dert zu haben. Ab Mai 2020 fährt der Pro­zess­psy­cho­lo­gen-Dienst­wa­gen mit Was­ser­stoff.

Jörg Hei­dig