Reflecting Team

Die Metho­de stammt aus dem Kon­text sys­te­misch ori­en­tier­ter Inter­ven­tio­nen. Ursprüng­lich im the­ra­peu­ti­schen Bereich ent­wi­ckelt, fin­det die Metho­de heu­te viel­fach auch in päd­ago­gi­schen Zusam­men­hän­gen, im Trai­ning sowie im Kon­text von Eva­lua­tio­nen Anwendung.

setting_reflecting_teamAbbil­dung: Mög­li­ches Set­ting bei der Durch­füh­rung eines „Reflek­tie­ren­den Teams“Vorgehensweise:

Vor­ge­hens­wei­se:
Eine Vari­an­te die­ser Metho­de bie­tet jeweils einer Per­son aus dem Team bzw. der Grup­pe die Mög­lich­keit, am Gespräch der Trai­ner teil­zu­neh­men. Dazu wird ein drit­ter Stuhl denen der Trai­ner zuge­ord­net. Wol­len im Ver­lauf des Gesprä­ches noch wei­te­re Teil­neh­mer spre­chen, so muss der ers­te nach sei­nen Fra­gen oder Bei­trä­gen sei­nen Platz wie­der räu­men. Für die­sen Wech­sel kann ein Signal ver­ein­bart wer­den, bspw. Klat­schen, Hand auf die Schul­ter o. ä. Ist der Trai­ner oder der Lei­ter allein, so führt er die­ses Gespräch mit einem Teil­neh­mer (zwei Stüh­le). Ein wei­te­rer Teil­neh­mer kann spä­ter hin­zu kom­men (drei Stüh­le). Die Teil­neh­mer kön­nen wie gehabt wechseln.

Von Jörg Heidig

Jörg Heidig, Jahrgang 1974, nach Abitur und Berufsausbildung in der Arbeit mit Flüchtlingen zunächst in Deutschland und anschließend für mehrere Jahre in Bosnien-Herzegowina tätig, danach Studium der Kommunikationspsychologie, anschließend Projektleiter bei der Internationalen Bauausstellung in Großräschen, seither als beratender Organisationspsychologe, Coach und Supervisor für pädagogische Einrichtungen, soziale Organisationen, Behörden und mittelständische Unternehmen tätig. 2010 Gründung des Beraternetzwerkes Prozesspsychologen; seit 2016 Leitung des Görlitzer KIB-Instituts. Lehraufträge an der Hochschule der Sächsischen Polizei, der Dresden International University, der TU Dresden sowie der Hochschule Zittau/Görlitz.