Ein Kind macht eine schwere Zeit durch, es hat eine seelische Verletzung erlitten. Viele von uns denken: Wir müssen mit dem Kind zur Psychologin, das Kind braucht Hilfe. Doch das ist — erstmal und eigentlich — nur ein Verdacht… wird aber in vielen Fällen eben nicht nur als Verdacht behandelt, sondern als Anlass, sich Hilfe zu holen. Und weil wir in den meisten Fällen nur noch ein Kind haben — etwa 53 Prozent der deutschen Minderjährigen sind, Stand heute, Einzelkinder — wird alles Mögliche zum Anlass: Wir wollen sichergehen. Wir verlassen uns keineswegs auf Intuition. Intuition ist ungenau. Das ist verständlich, verursacht aber mindestens „Kollateralschäden“.
Wer kann denn eigentlich einschätzen, ob das Kind nicht vielleicht doch widerstandsfähig ist und womöglich gar keine Hilfe braucht? Der Psychologe, den man aufsucht? Nun, wenn der den Termin abrechnen will, muss er etwas in seine Software eintragen, damit er überhaupt etwas abrechnen kann. Die Verwaltungssoftware verlangt eine Diagnose. Aber was ist, wenn es weder eine Traumatisierungs- noch eine Belastungswahrscheinlichkeit gibt? In der Software steht nichts von „Es wurde nur der Normalfall festgestellt“ oder „Es gibt Schlimmeres“. In der Regel gilt: Wenn man zur Psychologin geht, findet sie etwas. Sie kann ja erstmal gar nicht anders. Denn eine Psychologin, die über die Krankenkasse abrechnet, ist – ob sie will oder nicht – Gefangene eines Systems, das ohne Diagnose nicht funktioniert.
Gleichzeitig gibt es keine generelle Traumatisierungs- oder Belastungswahrscheinlichkeit. Viele Menschen stecken selbst starke Belastungen relativ einfach weg, bleiben stabil. Aber wenn wir mehr oder minder generell davon ausgehen, dass es „für alle Fälle“ besser sei, Hilfe zu organisieren, dann können wir gar nicht merken, dass die Person ggf. gar keine Hilfe braucht, weil die Helfer in der Regel ja gar keine Möglichkeit haben festzustellen, dass keine oder nur ein bisschen Hilfe benötigt wird.
Das „Problem“ ist dabei weniger die Software des Therapeuten, also dass die Software eine Diagnose verlangt. Das „Problem“ ergibt sich ggf. erst aus dem Eintrag bei der Krankenkasse. Einmal eingetragen, bleibt dieser Eintrag. Er begleitet das Kind in eine Zukunft, von der die Eltern noch nicht wissen, welche Tore sich durch die Diagnose in der Zukunft ggf. einmal schließen können: Spätestens bei Eignungsfeststellungen oder Sicherheitsüberprüfungen für bestimmte Berufe, bei der Risikoabschätzung für bestimmte Versicherungen — oder bei „Zugangskontrollen“, die sich zukünftige Regierungen noch ausdenken könnten — bleibt es eine wichtige Frage, ob ich Hilfe über die bestehenden Helfersysteme organisiere, oder ob ich ggf. notwendige Leistungen selbst bezahle oder gar nicht erst in Erwägung ziehe.
Wem die „‚Zugangskontrollen‘, die sich zukünftige Regierungen noch ausdenken könnten“ vielleicht als zu „heftig“ oder „unangemessen“ formuliert erscheinen — hier ein vielleicht unwahrscheinliches, vielleicht allzu dystopisches Beispiel: Was wäre, wenn man das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln würde (wie es heuer schon vorgeschlagen wurde) — und zwar nicht nur durchschnittlich bzw. statistisch, sondern individuell? Möglich wäre das bereits. Wir scannen bestimmte Gen-Marker, fragen nach Gewohnheiten, checken den Allgemeinzustand — und heraus kommt eine individuelle Lebenserwartung. Wer gesund lebt und gesund bleibt, müsste länger arbeiten, wer Pech hat und eher krank wird oder es „krachen“ lässt, kann (oder muss) eher raus.
So wäre das System aber nicht gemeint, oder? 😉 Solidarität für jene, die „eher raus“ müssen — was heißt hier müssen, was heißt hier Solidarität? Wer es „krachen lässt“, müsste doch länger arbeiten, oder? Genau: Die sprichwörtliche Katze beißt sich, wie so oft dieser Tage, in den sprichwörtlichen Schwanz. 😉
Es sein einmal sehr deutlich gesagt: Was nicht über die offiziellen Mechanismen gezogen wurde, steht in keiner Akte. Das kann später ggf. einmal wichtig sein.
Und dann kommt noch die Wirkung der Methode selbst hinzu: „Willst Du mir erzählen, was los war? Wollen wir gemeinsam noch einmal zu dem Moment zurückgehen?“
Manchmal schafft solche „Vertiefung“ überhaupt erst eine „Vergegenwärtigung der Problemwahrnehmung“ und eine entsprechende „Kategorisierung“ des Ereignisses. Oder anders: Manchmal entsteht die Zuschreibung „Problem“ erst durch die Vertiefung, durch eine gewisse „Aushebelung“ der natürlichen, intuitiven Mechanismen.
Wie man durch psychologische Gesprächstechnik bspw. Kinder zu Aussagen über Ereignisse bewegt, die so nie stattgefunden haben, lesen Sie in dem Buch „Nichts als die Wahrheit“ von Max Steller.
Böse Randbemerkung:
Wir reden seit ca. 20 Jahren viel über Resilienz. Was wir mit dieser Thematisierung m.E. aber geschaffen haben, ist nicht etwa mehr Widerstandskraft oder Stabilität, sondern eine Absenkung der durchschnittlichen Belastungseintrittsschwelle bei heute jüngeren Menschen.
Sie glauben das nicht?
Der durchschnittliche Krankenstand steigt seit einigen Jahren, und die empfundene Arbeitsbelastung ist zum Kündigungsgrund Nr. 1 geworden. Noch vor wenigen Jahren war der Kündigungsgrund Nr. 1 das Verhalten der vorgesetzten Person.
Nun gibt es hier zwei mögliche Interpretationen.
Variante 1: Die Menschen gehen seit Corona nicht mehr so oft krank auf Arbeit. Sie bleiben eher zuhause, wenn sie krank sind.
Variante 2: Die seit Corona höhere Akzeptanz von Krankschreibungen und der geringere Aufwand haben eine Gelegenheit geschaffen, die viele nutzen.
Es ist schwer herauszufinden, was nun stimmt. Am Ende bleibt es Interpretationssache. Fakt ist: Der Krankenstand hat sich seit Corona rund veranderthalbfacht. Und: Jüngere lassen sich seither häufiger krankschreiben als Ältere. Hinzu kommt: Deutschland liegt im Weltmaßstab vergleichsweise vorn. Ist es der „ehrlichere Umgang“ mit Belastungen — oder ist es die Gelegenheit, die „Diebe“ macht? Finden Sie Ihre eigene Antwort.
(Randbemerkung Ende)
Der natürliche Impuls des Menschen richtet sich auf Verdrängung.
Warum ist das so?
Das Unterbewusstsein existiert viel länger (Millionen Jahre) als das an der Sprachfunktion des Gehirns hängende Bewusstsein (vielleicht 70.000, vielleicht 100.000 Jahre). Das Unterbewusstsein steuert uns recht zuverlässig — und hält unsere Stabilität aufrecht. Wenn wir diese sehr alten Mechanismen durch permanente Thematisierung potentieller Belastungen hinterfragen, machen wir uns damit nicht stabiler. Im Gegenteil: Wir bleiben vor allem dank unseres Unterbewusstseins stabil.
Also gilt es in den meisten Fällen, die Mechanismen des Unterbewusstseins — und also Verdrängung — zu unterstützen. Ein Rettungsdienstmitarbeiter bleibt länger gesund und stabil, wenn man nach belastenden Ereignissen seine intuitiven Verdrängungsmechanismen unterstützt — und nicht etwa durch vertiefende Erörterung destabilisiert.
Das gilt, wie gesagt, für die meisten Fälle. Es gilt allerdings nicht für tatsächlich signifikante, potentiell traumatisierende Situationen. Wie man den Unterschied erkennt? Das ist eine schwere Aufgabe, die wir an anderer Stelle ausführlich beantwortet haben.
Kurz zusammengefasst: Man muss, spätestens als Führungskraft, die Kompetenz entwickeln, zwischen „normalen“ belastenden Situationen und „potentiell traumatisierenden“ Situationen zu unterscheiden. Das Unterscheidungsmerkmal liegt aber nicht so sehr in der Situation, sondern in der individuellen Reaktion auf die potentiell belastende Situation. Man muss sich als Führungskraft also die Leute anschauen, genauer: wie sie reagieren. Kommen die Leute klar, stabilisieren sie sich nach einer Weile von selbst? Oder hat die Angst die Handlungskontrolle „geflutet“? In letzterem Fall ist eine kurzfristige Intervention notwendig, idealerweise im Zeitfenster von sechs Stunden. Lesen Sie diese beiden Beiträge, um das genauer zu differenzieren.
Als Therapie entstanden ist, richtete sie sich auf eher schwere Fälle — und musste den Weg über die Bewusstwerdung, die so genannte „Verarbeitung“ nehmen (Psychoanalyse). Wenn wir aber heuer jede Kleinigkeit, jeden potentiellen Anlass mit Methoden der Bewusstwerdung behelligen, machen wir möglicherweise Dinge, die unser Unterbewusstsein sehr wohl bearbeiten kann, zum Gegenstand der Auf- oder Durcharbeitung. Und oft genug machen wir an und für sich unschöne — aber eben in vielen Fällen: eigentlich unbewusst bearbeitbare oder gar belanglose — Dinge erst durch die Methode selbst zum Drama. Was einmal hilfreich sein sollte — und zwar in extremen Fällen — wird heute oft zum Mechanismus, der das Problem nicht bearbeitet, sondern erst schafft, weil er die intuitiven Selbststabilisierungskräfte durch (zu viel) Psychologisierung außer Kraft setzt.
Wir kommen aus einem „Zeitalter des Verdrängens“. Die Älteren unter uns erinnern sich noch: „Reiß Dich zusammen“ als Antwort auf wirklich schwer zu bewältigende Situationen. Dann der Trend in Richtung Aufarbeitung. Psychologische Interventionen als hilfreiche Methode. Doch wir haben als Gesellschaft wahrscheinlich keinen Sinn für Gleichgewichte. Heute schaffen wir Kinder und Erwachsene bereits wegen Anlässen, die früher als „Kleinigkeiten“ abgetan worden wären, zum Seelenklempner. Kaum einer sagt mehr: „Es gibt Schlimmeres.“
Deshalb: Wer seine Kinder wirklich schützen will, muss einschätzen, ob es sich wirklich um eine „seelenklempner-relevante“ Situation handelt, oder um etwas, das man mit intuitiven Mitteln bearbeiten kann. Der Vorrang liegt m.E. in den meisten Fällen erst einmal bei der Intuition — weil wir es mit der „Hilfe“ deutlich übertreiben. Wir psychologisieren, anstatt zu helfen. Wir dramatisieren, anstatt zu sagen: „Das wird schon.“ Natürlich wird es nicht immer, aber indem wir psychologisierende Vertiefung in ansonsten bewältigbare Situationen bringen, machen wir die Sache in vielen Fällen überhaupt erst zum „Problem“.
Und selbst wenn es sich um eine „seelenklempner-relevante“ Situation handelt, sollte man immer noch überlegen, ob man die Hilfe, so sie denn nötig ist, lieber aus eigener Tasche bezahlt, um sein Kind ggf. vor Spätfolgen des Eintrags in Akten zu schützen.
Das mag befremdlich klingen. Es mag in den Augen mancher vielleicht sogar wie ein „Akt des Widerstands“ wirken. Nennen wir es „vorsorgende Diskretion“ oder „elterliche Souveränität“ oder schlicht „Schutz der Biografie“.
Was hier bisher am Beispiel von Kindern dargestellt wurde, gilt unter Umständen auch für Erwachsene — und zwar spätestens für jene Berufsgruppen, deren Tätigkeit von einer gewissen seelischen Widerstandskraft lebt und deren Berechtigungen – etwa zum Führen einer Waffe – an Nachweise psychischer Unbedenklichkeit gekoppelt sind. Ein Eintrag in der Akte, eine Routineabfrage – und plötzlich steht mehr auf dem Spiel als nur das eigene Befinden.
Auch hier kann es klüger sein, Psychologen zu meiden — oder außerhalb der offiziellen Verfahrenswege selbst zu suchen und zu bezahlen.
Wünschenswert wären m.E. mehr Psychologen, die das berücksichtigen und diese Differenzierung anbieten.
Doch der entscheidende, der eigentlich schmerzhafte Punkt liegt tiefer: Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der es unter Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleuten, Rettern, Ärzten und anderen, die berufsbedingt öfter mit dem „Abgrund“ zu tun haben, eine Kultur des Verdrängens gab: Man sprach nicht darüber. Die Führungskraft sagte vielleicht: „Das war hart, aber das wird schon wieder.“ Und oft ging es tatsächlich wieder — nicht immer, nicht bei jedem, aber in vielen Fällen länger und stabiler, als es heute der Fall zu sein scheint.
Diese Kultur des Verdrängens hatte ihre eigene — aus allzu heutiger Perspektive vielleicht: raue — Weisheit. Der Mensch ist, wie gesagt, von Natur aus eher darauf angelegt, zu verdrängen als zu vertiefen. Und gerade bei denen, die viel aushalten müssen, scheint es so zu sein, dass zu viel Aufarbeitung die Stabilität nicht mehrt, sondern mindert. Es gibt jedoch Ausnahmen: jene seltenen, potenziell traumatisierenden Momente, in denen die Handlungskontrolle zu kippen droht, die Angst das gesamte Erleben überflutet und der präfrontale Kortex gleichsam gelähmt wird. In diesen Fällen – und nur in diesen – kann eine rasche kognitive Stabilisierung innerhalb der ersten Stunden helfen: einfache Aufgaben, klare Fragen — konkrete Aktivitäten, welche die Angstflut zurückdrängen und die Handlungsfähigkeit wiederherzustellen helfen. Das senkt die Wahrscheinlichkeit späterer posttraumatischer Belastungen. Lesen Sie hier Genaueres zur praktischen Vorgehensweise in solchen Fällen.
Alles andere jedoch – die vielen belastenden, aber eben nicht katastrophalen Einsätze, vielleicht auch die täglichen Hässlichkeiten des Berufs – sollte man möglichst nicht zu sehr „bearbeiten“. Man sollte das nicht in die Sprache der Therapie „zwingen“. Denn genau darin liegt die Monstrosität der gegenwärtigen Entwicklung: Wir haben die alte Welt des Verdrängens verlassen und sind in eine „Ära der Psychologisierung“ eingetreten. Und diese Psychologisierung bewirkt häufig das Gegenteil dessen, was sie verspricht.
Wo früher das Ereignis mit der Zeit verblasste, weil man es nicht ständig neu erzählte, wird es heute durch die fortgesetzte Bearbeitung, durch das Vertiefen, durch das endlose Kreisen um den „emotionalen Zusammenhang“ erst richtig groß gemacht. Manche Wunde heilt nicht, weil man sie ständig aufkratzt. Manche Belastung wird erst zum Trauma, weil man sie zum „Projekt“ der eigenen Selbstreflexion macht. Anstatt zu sagen: „Dir ist etwas Schlimmes widerfahren. Es ist gut, dass du noch lebst. Es gibt Schlimmeres. Nun tu, was dir guttut, arbeite, mach weiter“ – begibt man sich in eine „nächste Sitzung“ und danach wiederum in eine nächste — und vertieft, vertieft, vertieft, bis das Ereignis Dimensionen annimmt, die es ursprünglich vielleicht gar nicht hatte.
Das Merkwürdige ist: Je mehr Psychologie, je mehr Beratung, je mehr Traumatherapie in die Gesellschaft sickert, desto weniger resilient scheint diese Gesellschaft zu werden. Das ständige Reden über Resilienz senkt, wie gesagt und paradoxerweise, die Stresseintrittsschwelle. Die natürlichen Abwehrmechanismen – das Schweigen, das Weitermachen, das Vergessen-Können – werden zurückgedrängt. Stattdessen wächst eine sensibilisierte, symptomlastige, ständig auf ihre eigene Befindlichkeit horchende Haltung. Menschen werden nicht robuster, sie werden zerbrechlicher.
Deshalb ist es manchmal – und in manchen Berufsgruppen: sogar oft – besser, nichts davon mit Psychologen zu besprechen. Nicht weil man leugnet, dass es belastend war, sondern weil es besser ist, die eigenen intuitiven Verarbeitungsmechanismen zu stärken, statt sie durch professionelle Vertiefung zu schwächen.
Nur dort, wo jemand in der Kindheit bereits so sehr seiner natürlichen Abwehr beraubt wurde, dass er quasi keine mehr hat, mag Therapie tatsächlich aufbauen müssen, was fehlt. In den allermeisten anderen Fällen jedoch beobachte ich etwas anderes: Die Therapierten werden nicht stabiler, sondern sensibler. Nicht abwehrstärker, sondern symptomlastiger.
Das alles ist kein generelles Argument gegen Therapie. Therapie kann hilfreich sein — aber nur dort, wo sie wirklich hingehört.
Einschränkend sei hinzugefügt, dass es sich bei Therapie oft genug nicht um Therapie im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine Bestätigung der eigenen Sichtweise (und also eine Verstärkung des Selbstschutzes bzw. der eigenen Abwehrmechanismen), wodurch zwar Stabilisierung erreicht wird — aber eben nicht jene Ergebnisse, die tatsächliche Therapie haben würde. Wer sich mit den Resultaten auskennt, weiß, dass die zu bearbeitenden Phänomene durch Therapie kaum vollständig verschwinden, sondern man oft genug nur lernt, damit zu leben, besser damit umzugehen und dadurch Leid zu reduzieren. Wenn Therapie gelingt, führt das zu mehr Selbstreflexion, zu einem Erkennen, zu einem Erlernen eines gewissen Umgangs damit, also bspw. trotzdem zu leben — und das führt zu einer gewissen Zurückhaltung und keineswegs zu einer Verstärkung von Aggression, Schuldzuschreibung oder Projektion. Und so kommt es, dass viele „Therapierte“ im Vollbewusstsein ihrer „Selbstverstärkungserfahrung“ (gefühlt) überall Therapiebedarf entdecken. Wer nur einen Hammer hat, für den ist die Welt voller Nägel. Im „vulgär-psychologischen“ Fall hauen wir mit unserem auf Insta zurechtgebildeten Küchenpsychologie-Hammer mal auf alles Mögliche drauf und schauen, was passiert. Solche Handlungen sind selbstwertsteigernd, haben aber nichts mit Therapieerfolg zu tun, im Gegenteil.
