Verhandlungsoptionen für festgefahrene Konflikte, Teil 1: Vier Gesprächsphasen und eine Menge Fragen, mit denen sich verhärtete Konflikte wieder in Bewegung bringen lassen

Wenn man sich in Deutsch­land mit Ver­hand­lungs­füh­rung beschäf­tigt oder mit der Psy­cho­lo­gie hin­ter sol­chen Gesprä­chen, dann kommt man an dem Namen Schran­ner kaum vor­bei. Es han­delt sich um einen ehe­ma­li­gen Poli­zis­ten, der ein Trai­nings­in­sti­tut für Ver­hand­lungs­füh­rung betreibt und mit die­sem The­ma sehr bekannt gewor­den ist. Vor eini­ger Zeit tauch­te sein Name in einer Rei­he von Arti­keln… Ver­hand­lungs­op­tio­nen für fest­ge­fah­re­ne Kon­flik­te, Teil 1: Vier Gesprächs­pha­sen und eine Men­ge Fra­gen, mit denen sich ver­här­te­te Kon­flik­te wie­der in Bewe­gung brin­gen las­sen weiterlesen

Das unersättliche Selbst

Vor­sicht. Zart besai­te­te Men­schen oder safe space see­kers soll­ten den fol­gen­den Text nicht lesen. Es geht im wei­tes­ten Sin­ne um „fal­sches Leben“, genau­er um eine Per­sön­lich­keits­prä­gung, die einen immer wie­der zu beson­de­ren Leis­tun­gen antreibt oder in per­ma­nen­ter Selbst­re­fle­xi­on gefan­gen hält. Dar­ge­stellt wird das am Bei­spiel von Men­schen in Hel­fer­be­ru­fen. Nicht alle, die einen Hel­fer­be­ruf haben, sind… Das uner­sätt­li­che Selbst weiterlesen

Wie man als Führungskraft einen Konflikt zwischen zwei Personen klären kann — eine einfache, aber wirksame Moderationsstruktur

Kon­flik­te zwi­schen zwei Per­so­nen fol­gen fast immer einem Mus­ter: Am Anfang steht sel­ten ein gro­ßer Streit, eher beginnt es im Klei­nen: mit einer Bemer­kung, einem Ton­fall, einem „Spruch“, einer Ent­schei­dung, die als unfair emp­fun­den wird. Zunächst ver­su­chen die Betei­lig­ten viel­leicht noch, die Situa­ti­on zu ent­schär­fen — man rela­ti­viert viel­leicht etwas, geht einen Schritt zurück, ver­sucht,… Wie man als Füh­rungs­kraft einen Kon­flikt zwi­schen zwei Per­so­nen klä­ren kann — eine ein­fa­che, aber wirk­sa­me Mode­ra­ti­ons­struk­tur weiterlesen

Die Sorbische Perspektive im Lausitz-Monitor

Wenn man vor 100 Jah­ren durch die Lau­sitz gereist wäre, hät­te man Land­stri­che gefun­den, in denen man mit der deut­schen Spra­che nicht all­zu weit gekom­men wäre. Man hät­te die sor­bi­sche Spra­che vie­ler­orts als All­tags­spra­che gehört. Heu­te gilt das nur noch für ver­gleichs­wei­se weni­ge Orte oder Land­stri­che. Den­noch ist das Sor­bi­sche ein zen­tra­ler Bestand­teil der Regi­on.… Die Sor­bi­sche Per­spek­ti­ve im Lau­sitz-Moni­tor weiterlesen

Wie man Leute zum Reden bekommt, wenn das notwendig ist, auch wenn sie „eigentlich“ nicht reden wollen – Ein Praxisbeispiel

In der Run­de ging es um eine Situa­ti­on, wie sie in vie­len Teams vor­kom­men kann: Man weiß, dass etwas im Raum steht — aber nie­mand will reden. Der ers­te Schritt bestand nicht im Ver­such einer „Öff­nung“, son­dern zunächst in einem „Sicher­heits­si­gnal“: „Sie sagen bit­te nur, was Sie sagen wol­len. Wenn Sie etwas sagen, sei­en Sie bit­te… Wie man Leu­te zum Reden bekommt, wenn das not­wen­dig ist, auch wenn sie „eigent­lich“ nicht reden wol­len – Ein Pra­xis­bei­spiel weiterlesen

Mikroexpressionen, Körpersprache und das Prinzip der Basislinie — Warum „Lügen erkennen“ ohne Selbstreflexion und Vergleichsgrundlage Unsinn ist

Vie­le Men­schen wol­len Kör­per­spra­che lesen wie ein Buch: Kör­per­ab­stand ver­grö­ßert, Blick abge­wandt, Arme ver­schränkt – und schon glaubt jemand, er wüss­te, was los ist. Wenn es so ein­fach wäre, müss­ten wir uns damit nicht beschäf­ti­gen. War­um also bleibt „Kör­per­spra­che“ immer auch ein gewis­ses „Rät­sel“? Weil die Sache so kom­plex ist, dass es lan­gen Ler­nens bedarf —… Mikro­ex­pres­sio­nen, Kör­per­spra­che und das Prin­zip der Basis­li­nie — War­um „Lügen erken­nen“ ohne Selbst­re­fle­xi­on und Ver­gleichs­grund­la­ge Unsinn ist weiterlesen

Über die Folgen von Traumata für die Kommunikation

Es han­delt sich bei die­sem Text um kei­nen irgend­wie „dia­gnos­ti­schen“, son­dern viel­mehr um einen „kom­mu­ni­ka­ti­ons­psy­cho­lo­gi­schen“ Ver­such. Es geht dar­um, die Fol­gen von Trau­ma­ti­sie­rung für die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu beschrei­ben. Dabei gibt es wahr­schein­lich zwei „Rich­tun­gen“, und zwar eine der Eska­la­ti­on und eine der Zurück­hal­tung bzw. „Hem­mung“. Alles, was hier gesagt wird, dient vor allem dem Ver­ständ­nis… Über die Fol­gen von Trau­ma­ta für die Kom­mu­ni­ka­ti­on weiterlesen

Die ersten 100 Tage als Führungskraft

Wenn man aus einer Mit­ar­bei­ter­po­si­ti­on in eine Füh­rungs­po­si­ti­on wech­selt, steht man vor einer Her­aus­for­de­rung: Der Wech­sel an und für sich ist schnell voll­zo­gen. Man heißt jetzt bspw. Team­lei­ter. Aber wirk­lich zu einer Füh­rungs­kraft zu wer­den, ist ein Pro­zess — man heißt zwar schon so, aber man wird es erst lang­sam. Und wenn man schon Füh­rungs­er­fah­rung… Die ers­ten 100 Tage als Füh­rungs­kraft weiterlesen

Der Einfluss des Raumes auf die Gesprächsführung, Teil 2: Raum und Stress

Nach­dem wir uns im ers­ten Teil die­ser Serie mit den Ein­flüs­sen von Tisch­for­men und Sitz­po­si­tio­nen auf die Gesprächs­füh­rung beschäf­tigt haben, soll es im zwei­ten Teil um die Fra­ge nach „eska­la­ti­ons­ver­stär­ken­den“ und „dees­ka­lie­ren­den“ Ein­fluss­fak­to­ren des Rau­mes auf die Gesprächs­füh­rung gehen. Zunächst müs­sen wir uns vor Augen hal­ten, dass wir „ter­ri­to­ria­le“ Wesen sind. Wir reagie­ren sehr sen­si­bel auf… Der Ein­fluss des Rau­mes auf die Gesprächs­füh­rung, Teil 2: Raum und Stress weiterlesen

Der Einfluss des Raumes auf die Gesprächsführung, Teil 1: Position am Tisch und Tischform

Der Raum redet mit. Oder bes­ser: Der Raum „rahmt“ unse­re Kom­mu­ni­ka­ti­on, ermög­licht oder schränkt ein, ver­lockt uns mit­un­ter dazu, ande­re anzu­spre­chen, oder hemmt die Bereit­schaft, über­haupt mit­ein­an­der zu reden. In den aller­meis­ten Fäl­len geschieht dies unbe­wusst. In einer Serie von kur­zen Tex­ten wer­den die wich­tigs­ten die­ser oft eben­so unbe­merk­ten wie wirk­sa­men Fak­to­ren pra­xis­nah dar­ge­stellt. Teil… Der Ein­fluss des Rau­mes auf die Gesprächs­füh­rung, Teil 1: Posi­ti­on am Tisch und Tisch­form weiterlesen

Innovationskommunikation — und die Grenzen der Argumentation

Man kann Men­schen nicht von etwas über­zeu­gen, das sie inner­lich ableh­nen. Und doch ver­su­chen wir es immer wie­der – mit Argu­men­ten, mit Zah­len, mit Nut­zen­ar­gu­men­ta­ti­on. Vor allem, wenn wir für Inno­va­tio­nen ein­tre­ten. Doch viel­leicht ist genau das der Feh­ler. Inno­va­ti­on ist eine Zumu­tung. Nicht, weil sie Men­schen über­for­dert, son­dern weil sie den gewohn­ten Sta­tus quo… Inno­va­ti­ons­kom­mu­ni­ka­ti­on — und die Gren­zen der Argu­men­ta­ti­on weiterlesen

Kritik äußern im System – von höflich bis mutig

Manch­mal will man ein­fach nur eine Rück­mel­dung geben. Und plötz­lich steht man als Unru­he­stif­ter da. In vie­len Orga­ni­sa­tio­nen ist Kri­tik nicht expli­zit uner­wünscht, son­dern struk­tu­rell erschwert. Dabei ent­schei­det sich an der Fähig­keit zu kon­struk­ti­ver Kri­tik, ob ein Sys­tem lern­fä­hig bleibt oder nicht. In Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen kommt irgend­wann der Moment, in dem man nicht mehr nur freund­lich fragt,… Kri­tik äußern im Sys­tem – von höf­lich bis mutig weiterlesen

Handlungsfähigkeit unter Druck

Vor­wort Kürz­lich hat­te ich die Freu­de, mit dem Team der Inno­va­ti­ons­ab­tei­lung einer grö­ße­ren Orga­ni­sa­ti­on ein Semi­nar durch­zu­füh­ren, in dem es um die Fra­ge ging, wie man mit Druck und Stress umge­hen und unter ange­spann­ten Bedin­gun­gen so kom­mu­ni­zie­ren kann, dass Ergeb­nis­se erreicht wer­den kön­nen. Das bedeu­tet natür­lich in ers­ter Linie, eben­so ruhig und freund­lich wie gedul­dig… Hand­lungs­fä­hig­keit unter Druck weiterlesen

Die letzte Sitzung: Wie Psychologie an (vermeintlicher) Wertschätzung erstickt – und Konfrontation zu einer „höflichen Nebelbank“ verkommt

Kon­fron­ta­ti­on Frü­her hieß Kon­fron­ta­ti­on: Streit, Debat­te, Rei­bung. Ein Wag­nis, bei dem zwei Rea­li­tä­ten auf­ein­an­der tra­fen – und viel­leicht wach­sen konn­ten. Frei­lich gab es kei­ne Garan­tie dafür, dass Kon­fron­ta­ti­on auch hilf­reich war. Aber ohne Wag­nis kein Ergeb­nis. Heu­te ist Kon­fron­ta­ti­on kein Wag­nis mehr, denn man muss eine Trig­ger­war­nung ein­bau­en. Sonst droht ein Skan­dal, weil eine Kon­fron­ta­ti­on… Die letz­te Sit­zung: Wie Psy­cho­lo­gie an (ver­meint­li­cher) Wert­schät­zung erstickt – und Kon­fron­ta­ti­on zu einer „höf­li­chen Nebel­bank“ ver­kommt weiterlesen

Gruppengröße und Führungsspanne

Bei der Struk­tu­rie­rung von Orga­ni­sa­tio­nen stellt sich unter ande­rem die Fra­ge, wie groß Teams sein soll­ten, damit Auf­ga­ben mög­lichst effi­zi­ent koor­di­niert und umge­setzt wer­den kön­nen — bzw. wie klein Füh­rungs­span­nen blei­ben soll­ten, damit Füh­rung effi­zi­ent funk­tio­niert. Natür­lich gibt es hier kei­ne Stan­dard­ant­wor­ten. Dazu ist die Welt unse­rer Orga­ni­sa­tio­nen mit ihren viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben zu kom­plex und… Grup­pen­grö­ße und Füh­rungs­span­ne weiterlesen

Über das Verhältnis von Freiheit und Pflicht – und was das für Führungskräfte bedeutet

In Nord­ko­rea ist die Sache klar: Dort ist mehr Frei­heit qua­si immer ein Fort­schritt. Jede neue Mög­lich­keit zur Selbst­be­stim­mung, jeder Zen­ti­me­ter mehr Auto­no­mie bedeu­tet ein Weni­ger an Unter­drü­ckung. Doch was pas­siert, wenn Frei­heit nicht mehr auf eine star­re Ord­nung trifft, son­dern auf eine Gesell­schaft oder Orga­ni­sa­ti­on, die bereits offen, par­ti­zi­pa­tiv, indi­vi­dua­li­siert ist? Was, wenn Frei­heit… Über das Ver­hält­nis von Frei­heit und Pflicht – und was das für Füh­rungs­kräf­te bedeu­tet weiterlesen

Wenn der Hamster Geburtstag hat: Narzisstisch motivierter Anspruchsradikalismus als wachsende Herausforderung für Führungskräfte

Ange­sichts der aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen steht zu erwar­ten, dass der Anteil nar­ziss­tisch gepräg­ter Per­sön­lich­kei­ten in den Beleg­schaf­ten steigt. Mit die­sem Bei­trag wird ver­sucht, die­se Ent­wick­lun­gen zu beschrei­ben und Ant­wor­ten auf die Fra­ge zu geben, wie Füh­rungs­kräf­te mit die­ser Ent­wick­lung umge­hen kön­nen. Die Ant­wor­ten wer­den vie­len Lese­rin­nen und Lesern womög­lich zu vage blei­ben. Es sei des­halb… Wenn der Hams­ter Geburts­tag hat: Nar­ziss­tisch moti­vier­ter Anspruchs­ra­di­ka­lis­mus als wach­sen­de Her­aus­for­de­rung für Füh­rungs­kräf­te weiterlesen

Verwaltungslähmung

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten war ich immer mal wie­der in Behör­den zu Gast und habe dort eine Rei­he von Gesprä­chen geführt, die jeweils einen gewis­sen Ein­druck hin­ter­las­sen und mich irgend­wie nicht los­ge­las­sen haben. Es ging bspw. um Per­so­nal­man­gel oder dar­um, dass die Auf­ga­ben immer mehr und immer kom­ple­xer wür­den und man nicht mehr hin­ter­her­kom­me und… Ver­wal­tungs­läh­mung weiterlesen

Die Zone der nächsten Entwicklung – Was wir von Wygotski für die Inklusion lernen können

Es gibt einen Moment in der Arbeit mit Kin­dern – ob mit oder ohne „Behin­de­rung“ oder „Ent­wick­lungs­her­aus­for­de­rung“ oder wie auch immer man die „Ein­schrän­kung der Chan­cen­gleich­heit“ nen­nen möch­te –, in dem man spürt, dass sie an einer Schwel­le ste­hen: Sie wol­len, sie ahnen, sie ver­su­chen. Aber sie kön­nen noch nicht ganz. Das ist der Punkt, an… Die Zone der nächs­ten Ent­wick­lung – Was wir von Wygot­ski für die Inklu­si­on ler­nen kön­nen weiterlesen

Zwei Welten der Arbeit – Warum populäre Führungs- und Motivationstheorien nicht überall funktionieren

In vie­len Trai­nings zu Füh­rung und Moti­va­ti­on wer­den Theo­rien und Kon­zep­te wie trans­for­ma­tio­na­le Füh­rung, Selbst­be­stim­mungs­theo­rie oder die Zwei-Fak­­to­­ren-Theo­rie der Moti­va­ti­on als „irgend­wie uni­ver­sel­le“ Ansät­ze prä­sen­tiert. Doch in der Pra­xis zeigt sich: Nicht jede Orga­ni­sa­ti­on bie­tet die struk­tu­rel­len Vor­aus­set­zun­gen, um die­se Theo­rien erfolg­reich anzu­wen­den. In die­sem Bei­trag geht es dar­um, dass die Anwend­bar­keit von Füh­rungs- und… Zwei Wel­ten der Arbeit – War­um popu­lä­re Füh­rungs- und Moti­va­ti­ons­theo­rien nicht über­all funk­tio­nie­ren weiterlesen

Führung bedeutet, die Lage in Bewegung zu bringen

Die Auf­ga­be einer Füh­rungs­kraft ist klar: Sie muss dafür sor­gen, dass die Hand­lun­gen ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter auf den Zweck der Orga­ni­sa­ti­on ein­zah­len. Dafür braucht es Kom­mu­ni­ka­ti­on, kla­re Erwar­tun­gen und eine akti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit Pro­ble­men. Doch in der Pra­xis sind Wil­le und Umset­zung oft ver­schie­de­ne Din­ge. Es gibt drei Wege, mit Pro­ble­men umzu­ge­hen – aber nur… Füh­rung bedeu­tet, die Lage in Bewe­gung zu brin­gen weiterlesen