In diesem Beitrag werden drei Modelle vorgestellt, die bei der Thematisierung von Zielen im Coaching hilfreich sein können. Im Anschluss geht der Text auf die Thematisierung von Zielen im Coaching speziell im Organisationskontext ein, wodurch einige für diesen Kontext spezifische Limitierungen sichtbar werden. Es sei vorab darauf hingewiesen, dass es sich nicht um neue, sondern… Im Coaching über Ziele reden weiterlesen
Autor: Jörg Heidig
Dr. Jörg Heidig, Jahrgang 1974, ist Organisationspsychologe, spezialisiert vor allem auf Einsatzorganisationen (Feuerwehr: www.feuerwehrcoach.org, Rettungsdienst, Polizei) und weitere Organisationsformen, die unter 24-Stunden-Bedingungen funktionieren müssen (bspw. Krankenhäuser, Pflegeheime, viele Fabriken). Er war mehrere Jahre im Auslandseinsatz auf dem Balkan und hat Ende der 90er Jahre in Görlitz bei Herbert Bock (https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Bock) Kommunikationspsychologie studiert. Er schreibt regelmäßig über seine Arbeit (www.prozesspsychologen.de/blog/) und hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht, darunter u.a. "Gesprächsführung im Jobcenter" oder "Die Kultur der Hinterfragung: Die Dekadenz unserer Kommunikation und ihre Folgen" (gemeinsam mit Dr. Benjamin Zips: www.kulturderhinterfragung.de). Dr. Heidig lebt in der Lausitz und begleitet den Strukturwandel in seiner Heimat gemeinsam mit Stefan Bischoff von MAS Partners mit dem Lausitz-Monitor, einer regelmäßig stattfindenden Bevölkerungsbefragung (www.lausitz-monitor.de). In jüngster Zeit hat Jörg Heidig gemeinsam mit Viktoria Klemm und ihrem Team im Landkreis Görlitz einen Jugendhilfe-Träger aufgebaut. Dr. Heidig spricht neben seiner Muttersprache fließend Englisch und Serbokroatisch sowie etwas Russisch. Er ist häufig an der Landesfeuerwehrschule des Freistaates Sachsen in Nardt tätig und hat viele Jahre Vorlesungen und Seminare an verschiedenen Universitäten und Hochschulen gehalten, darunter an der Hochschule der Sächsischen Polizei und an der Dresden International University. Sie erreichen Dr. Heidig unter der Rufnummer 0174 68 55 023 sowie per Mail unter heidig@prozesspsychologen.de.
Mach, was Du kannst, dort, wo Du bist, so gut es eben geht
Sagt ein Klient im Gespräch zu mir: “Mein Leben war immer auf Leistung getrimmt. Ich will das nicht mehr. Aber seit ich das nicht mehr will, weiß ich auch nicht, was ich will. Da ist so eine Leere.” Es geht in dem Gespräch viel um Sinn. Mit dem Sinn ist es aber so eine Sache. Wenn… Mach, was Du kannst, dort, wo Du bist, so gut es eben geht weiterlesen
Hamsterrad mit perfekter Ausrede. Oder was?
Kürzlich hatte ich die Freude, im Rahmen des jährlichen Symposiums des Masterstudiengangs Human Communication an der Dresden International University einen inspirierenden Vortrag von Jürg Kesselring zum Thema Resilienz zu hören. Zitat: “Wenn eine Schraube locker ist, liegt es immer an der Mutter. Das ist eine faule Ausrede. Wir haben einen Rucksack mitbekommen. Es ist an… Hamsterrad mit perfekter Ausrede. Oder was? weiterlesen
Wie bekommt man Ordnung in das Denken über Organisationen? Über den Organisationszweck als Denkmodell zur Führung, Entwicklung und Analyse von Organisationen
In diesem Text geht es zunächst um den Ursprung, später um den Zweck von Organisationen. Aus der Betrachtung des Zwecks einer Organisation ergeben sich verschiedene praktisch relevante Hinweise zum Verständnis und zur Beratung bzw. Entwicklung von Organisationen. Die methodische Umsetzbarkeit der Darstellungen wird am Ende des Textes anhand eines Praxisbeispiels illustriert. Die anfänglich sehr ausführlichen… Wie bekommt man Ordnung in das Denken über Organisationen? Über den Organisationszweck als Denkmodell zur Führung, Entwicklung und Analyse von Organisationen weiterlesen
Leitfaden für Kindertagesstätten
Beim Umgang mit (möglicherweise) traumatisierten Kindern kommt es in Kitas vor allem darauf an, Sicherheit zu vermitteln und Überforderung zu vermeiden. Ggf. sind (anfangs) unterschiedliche Regelsysteme anzuwenden. Das Ankommen sollte langsam und sanft erfolgen. Ebenso sensibel ist zunächst mit der Sprachbarriere umzugehen. Die wichtigsten Dinge sind auch körpersprachlich machbar – und Erzieherinnen und Erzieher wissen, was damit gemeint ist, denn sie sind auch für die Betreuung von Kindern ausgebildet, die noch gar nicht sprechen können.
Verantwortung und Pflicht der Führungskraft in den Einsatzorganisationen einer demokratischen Gesellschaft
In diesem Text geht es um die Rolle von Führungskräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Umgang mit stark polarisierten politischen Diskussionen und extremistischen Äußerungen. Die Darstellungen beziehen sich explizit nicht auf Führungskräfte in anderen Einsatzorganisationen wie der Polizei oder der Bundeswehr. Warum soll man sich als Führungskraft einer Einsatzorganisation (bspw. Rettungsdienst, Feuerwehr) mit Politik… Verantwortung und Pflicht der Führungskraft in den Einsatzorganisationen einer demokratischen Gesellschaft weiterlesen
Extremfälle sind vergleichsweise selten: Was mache ich als Fachkraft für Psychologische Erste Hilfe mit Fällen, in denen nicht ganz klar ist, ob es sich um eine tatsächliche oder vielleicht nur gefühlte Notsituation handelt? Wie erkenne ich das? Und wie kann ich in einer solchen Grauzone praktisch vorgehen?
Dieser Text ist eine Fortsetzung von „Erste Hilfe für die Psyche“. Das heißt, es macht wenig Sinn, diesen Text ohne den ersten Teil zu lesen. Es handelt sich bei den beiden Texten um die Dokumentation der Inhalte einer Weiterbildung in Psychologischer Erster Hilfe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Behörde. Während der erste Teil („Erste Hilfe…“)… Extremfälle sind vergleichsweise selten: Was mache ich als Fachkraft für Psychologische Erste Hilfe mit Fällen, in denen nicht ganz klar ist, ob es sich um eine tatsächliche oder vielleicht nur gefühlte Notsituation handelt? Wie erkenne ich das? Und wie kann ich in einer solchen Grauzone praktisch vorgehen? weiterlesen
Erste Hilfe für die Psyche
Es geht bei der auf die Psyche gerichteten Form von Erster Hilfe nicht um — letztlich im Wesentlichen auf Erzählung und Empathie beruhende — Therapie. Es geht ganz und gar nicht um Aufarbeitung. Sondern es geht ums Stabilisieren. Da ist etwas passiert, was nicht passieren soll. Was normalerweise auch nicht passiert, aber ab und an… Erste Hilfe für die Psyche weiterlesen
Die Quintessenz des Helferberufs: Über Enttäuschungen und Grenzen — eine Reihe von hoffentlich hilfreichen Fragen für Selbstreflexion, Fallanalyse und Supervision in der Familienhilfe
Teil 1: Enttäuschungen Manchmal frage ich mich, ob ich nicht mehr von den Menschen lerne, mit denen ich arbeite, als diese aus der Zusammenarbeit mit mir. Kürzlich gab es eine Supervisionssitzung, nach der diese Frage wieder einmal sehr deutlich vor mir stand. Es war die allererste Supervision mit einem Familienhelferteam, und ein Teammitglied formulierte die… Die Quintessenz des Helferberufs: Über Enttäuschungen und Grenzen — eine Reihe von hoffentlich hilfreichen Fragen für Selbstreflexion, Fallanalyse und Supervision in der Familienhilfe weiterlesen
Ziehst Du Dein Unternehmen noch, oder schiebt es Dich schon?
In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer einer Rettungsdienst-Gesellschaft, die ich als Organisationsentwickler begleite, formulierte mein Gesprächspartner eine Frage, die mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht. Weil sie treffend ist. Weil sie vieles, worum sonst viele Worte gemacht werden, in wenigen Worten zusammenfasst. Gegenstand des Gesprächs waren die nächsten Entwicklungsschritte des Unternehmens. Anders als… Ziehst Du Dein Unternehmen noch, oder schiebt es Dich schon? weiterlesen
Stressmanagement bei der Führung von Einsatzkräften
Stress ist bei Einsatzkräften unvermeidbar. Wie aber gehen aus der Sicht von Führungskräften ein bewusster Umgang mit Stress auf der einen Seite und die Sicherung der Einsatzstärke auf der anderen Seite zusammen? In diesem Beitrag geht es weniger um eine Definition von Stress und den Umgang damit aus einer eher individuellen Sicht. Diese Dinge kann… Stressmanagement bei der Führung von Einsatzkräften weiterlesen
Die Passung von Mensch und Organisation: Hilfreiche Frage-Modelle für die Organisationsberatung — und einige Risiken und Fehler bei ihrem Einsatz
Um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Organisation zu verstehen, steht eine kaum überschaubare Zahl von Modellen und Methoden zur Verfügung. Für Organisationsentwickler und Berater ist es regelmäßig eine Herausforderung, sich für die richtigen Modelle und Vorgehensweisen zu entscheiden. Ob die entsprechenden Entscheidungen „richtig“ — also hilfreich — sind, wird in der Regel erst später… Die Passung von Mensch und Organisation: Hilfreiche Frage-Modelle für die Organisationsberatung — und einige Risiken und Fehler bei ihrem Einsatz weiterlesen
Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 4: Welche Fragen kann ich stellen, um eine Organisation zu analysieren?
In Organisationsentwicklungsprojekten geht es zunächst darum, die betreffende Organisation zu verstehen. Etwas generalisierend könnte man behaupten, dass man ein Unternehmen so lange nicht verstanden hat, bis man versucht hat, es zu verändern. Da ist etwas dran, aber irgendwo muss man beginnen. Deshalb sollte man meines Erachtens, und zwar unabhängig davon, ob man eher Change Management… Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 4: Welche Fragen kann ich stellen, um eine Organisation zu analysieren? weiterlesen
Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 3: eine einfache Methode der Teamdiagnose
Im vorangegangenen Teil dieser Serie ging es um Methoden, mit denen man Führungskräfte-Klausuren oder Organisationsentwicklungs-Workshops beginnen kann. Ist die Zielgruppe hingegen nicht eine Runde aus Top-Führungskräften, sondern ein konkretes Team und/oder will man nicht so offen herangehen, gibt es eine ebenso alte wie einfache Methode für Teams (oder auch Führungskräfte-Runden, die eine klassische Teamgröße von… Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 3: eine einfache Methode der Teamdiagnose weiterlesen
Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 2: Drei Methoden für den Anfang
Was man am Anfang richtig macht, kann einem später nicht auf die Füße fallen Wenn man beispielsweise bei Teamentwicklungen oder Führungsklausuren am Anfang nach Erwartungen fragt oder — bei längeren bzw. größeren Projekten — Betroffene von Anfang an beteiligt und zu Experten in eigener Sache macht, wird man weniger böse Überraschungen erleben. Worum es geht In… Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 2: Drei Methoden für den Anfang weiterlesen
Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 1: Der Baukasten
Worum es geht In dieser Serie finden Sie eine Reihe von Ablaufmodellen und Methoden, die sich in Organisationsentwicklungsprojekten verwenden lassen — ergänzt um einige Praxisbeispiele sowie entsprechende theoretische Hintergründe. Teil 1 beschäftigt sich noch nicht mit konkreten Methoden, sondern will helfen, die späteren „Tools“ zu sortieren — also einen Werkzeugkasten zu bauen. Wer nur „Tools“ hat,… Modelle und Methoden der Organisationsentwicklung, Teil 1: Der Baukasten weiterlesen
Die Quintessenz der Moderation: Welche Haltungen und Techniken wirksam sind
Wir leben in „spannenden Zeiten“: Gesellschaftlicher Dialog wird komplexer und oft auch komplizierter, Demokratie wird „irgendwie anstrengender“. Ähnliche Trends lassen sich auch auf einer individuellen Ebene beobachten: Wir handeln unabhängiger und treffen Entscheidungen immer weniger entlang kollektiv gültiger Konventionen. Wir werden diverser, vielfältiger — und gleichzeitig wächst bei vielen die Sehnsucht nach „intellektuellem Halt“, nach… Die Quintessenz der Moderation: Welche Haltungen und Techniken wirksam sind weiterlesen
Kein Herz, keine Leistung: Emotionale Bindung sorgt bei Mitarbeitern für mehr Motivation, höhere Zufriedenheit und ein insgesamt positiveres Mindset
In unserer neuen, für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen repräsentativen Studie zum Thema Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität mit insgesamt 2000 befragten Arbeitnehmern im Februar und noch einmal etwas mehr als 1200 Befragten im April 2020 zeigt sich, dass die Art der Mitarbeiterbindung einen großen Unterschied hinsichtlich der Motivation und der Zufriedenheit macht. Hintergrund: Bindungsarten und Bindungstypen Wer… Kein Herz, keine Leistung: Emotionale Bindung sorgt bei Mitarbeitern für mehr Motivation, höhere Zufriedenheit und ein insgesamt positiveres Mindset weiterlesen
Gibt es so etwas wie eine ideale Bürogröße?
In der 2020er Welle unserer seit 2016 aller zwei Jahre durchgeführten und für Mitteldeutschland repräsentativen Mitarbeiter-Befragung (allein in 2020 über 3200 befragte Personen) haben wir die mitteldeutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter anderem nach der Zufriedenheit mit ihrer Arbeitsumgebung gefragt. Aus den Antworten lassen sich interessante Schlussfolgerungen hinsichtlich einer „idealen Bürogröße“ ziehen: Es macht kaum einen… Gibt es so etwas wie eine ideale Bürogröße? weiterlesen
Agile Unternehmen zeigen sich deutlich wandlungsfähiger als traditionelle Unternehmen — und deutlich unbeeindruckter von Corona
Während der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Wandel als dringlich einschätzen, sowohl in agilen als auch traditionell strukturierten Unternehmen gleich hoch ist (jeweils 51 Prozent der Mitarbeiter), zeigen sich bei der Wandlungsfähigkeit deutliche Unterschiede, wie die folgende Abbildung aus unserer aktuellen Studie zeigt: Abbildung: Vergleich zwischen sehr agilen (beige), agilen (orange) und traditionellen… Agile Unternehmen zeigen sich deutlich wandlungsfähiger als traditionelle Unternehmen — und deutlich unbeeindruckter von Corona weiterlesen
Team-Kultur sorgt für das höchste Ausmaß an Vertrauen
Wir haben in unserer aktuellen Studie in Anlehnung an gängige Modelle (bspw. Helfrich et al. 2007; Kalliath et al. 1999; Tharp 2004) vier Unternehmenskulturen voneinander unterschieden: Entrepreneurial Culture: Wichtig sind Flexibilität und Kreativität; betont werden Unternehmertum und Wachstum. Hierarchical Culture: Zentrale Werte sind Stabilität und Orientierung an Vorgaben und Regeln; die Linienhierarchie ist wichtiger als… Team-Kultur sorgt für das höchste Ausmaß an Vertrauen weiterlesen
